Gebäudebestand & Energieeffizienz
Kölns Bausubstanz ist geprägt von der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg — die Innenstadt wurde zu fast 90 % zerstört. Der Wiederaufbau der 1950er bis 1970er Jahre dominiert den Gebäudebestand mit über 500.000 Wohngebäuden. In den zentralen Veedeln stehen Mehrfamilienhäuser in geschlossener Blockrandbebauung, in den äußeren Bezirken wie Porz, Rodenkirchen und Lindenthal vermehrt Einfamilien- und Reihenhäuser. Großwohnsiedlungen der 1960er/70er Jahre prägen Chorweiler und Finkenberg.
Der Kölner Bestand liegt im Durchschnitt bei den Energieeffizienzklassen D bis F. Besonders die un- oder teilsanierten Nachkriegsbauten fallen oft in die Klassen F, G oder H. Die Sanierungsquote liegt bei unter 1 % pro Jahr — ein massiver Sanierungsstau. Gas ist mit über 50 % der dominierende Energieträger, oft als Gas-Etagenheizung in Altbauten. Fernwärme der RheinEnergie versorgt 15–20 % der Haushalte, Tendenz stark steigend. Köln hat rund 9.000 denkmalgeschützte Gebäude, für die Sonderregelungen bei Energieausweisen gelten.
Für Eigentümer bedeutet das: Bei Verkauf oder Vermietung ist ein aktueller Energieausweis nicht nur Pflicht, sondern ein entscheidendes Preisargument.