Gebäudebestand & Energieeffizienz
Leverkusen ist stark industriell geprägt, die Bayer-Werkssiedlungen und der Nachkriegs-Geschosswohnungsbau bestimmen das Stadtbild. Zum Zensusstichtag 15. Mai 2022 wurden 31.147 Gebäude mit Wohnraum und 84.018 Wohnungen erfasst. Für den bislang behaupteten Baualtersanteil von über 60 Prozent liegt hier kein verifizierter kommunaler Beleg vor; diesen Anteil nicht als Fakt übernehmen. Gebäude vor 1919 machen nur einen kleinen Teil aus, da Leverkusen erst 1930 aus mehreren Gemeinden gegründet wurde.
Im un- oder teilsanierten Bestand dominieren die Energieeffizienzklassen E bis G. Besonders die Bauten der 1950er bis 1970er Jahre weisen ohne Sanierung oft die Klasse G oder H auf. Die Sanierungsquote liegt bei unter 1 % pro Jahr, ein erheblicher Sanierungsstau bei Mehrfamilienhäusern der 50er/60er Jahre mit ungedämmten Fassaden und veralteten Gas-Etagenheizungen.
Erdgas ist mit über 60 % der absolute Spitzenreiter. In älteren EFH (z.B. Bergisch Neukirchen) sind noch Ölheizungen verbreitet. Fernwärme spielt eine wachsende Rolle, gespeist aus der Müllverbrennungsanlage. Die rund 450 Baudenkmäler umfassen besonders die historischen Bayer-Kolonien (Anna-Kolonie, Joh.-Siedlung), für die strenge Auflagen gelten.