Gebäudebestand & Energieeffizienz
Kerpen ist klassisch suburban geprägt — Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser dominieren den Bestand. Die Stadt wuchs stark durch den Braunkohlebergbau, der Großteil der Wohngebäude stammt aus den 1950er bis 1970er Jahren. Ein weiterer Bauboom folgte in den 1990er Jahren. Mehrfamilienhäuser konzentrieren sich auf die Zentren von Kerpen-Mitte, Sindorf und Horrem.
Ein erheblicher Teil der Bestandsgebäude (Baujahre vor 1977) fällt in die Energieeffizienzklassen F, G und H, sofern keine Kernsanierung erfolgt ist. Der Sanierungsstau ist besonders bei Dächern, obersten Geschossdecken und alten Fenstern hoch — die Sanierungsquote liegt bei unzureichenden ca. 1 % pro Jahr.
Erdgas ist der dominierende Energieträger, in den ländlicheren Ortsteilen (Buir, Blatzheim) gibt es noch einen relevanten Anteil an Ölheizungen. Eine absolute Besonderheit ist Manheim-neu: Wegen des Tagebaus Hambach wurde der Ortsteil umgesiedelt — das Neubaugebiet besteht fast ausschließlich aus hoch energieeffizienten Gebäuden (KfW 55/40, Wärmepumpen, PV-Anlagen). Denkmalgeschützte Wohngebäude (Schloss Türnich, Burg Bergerhausen, alte Gutshöfe) machen unter 3 % des Bestandes aus.