Gebäudebestand & Energieeffizienz
Hürth ist stark durch das Wachstum der Nachkriegszeit geprägt — Braunkohleabbau, später Industrie und Medien. In Stadtteilen wie Berrenrath, Gleuel und Fischenich dominieren Einfamilien- und Reihenhäuser der 1950er bis 1970er Jahre. Mehrfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau finden sich verstärkt in Hermülheim und Efferen. Historische Gründerzeitbauten sind in Hürth im Vergleich zu Köln eher selten.
Die Energieeffizienzklassen E bis G dominieren den unsanierten Bestand. Die Sanierungsquote liegt bei unter 1 % — der Sanierungsstau bei Dächern und Fassaden der 60er/70er-Jahre-Bauten ist hoch. Hürth hat eine absolute Besonderheit: ein extrem gut ausgebautes Fernwärmenetz, gespeist aus der Abwärme des Chemiepark Knapsack. Etwa 40 % der Hürther Haushalte werden mit Fernwärme versorgt — ein Spitzenwert in NRW. Dies führt bei Energieausweisen oft zu besonders guten Primärenergiefaktoren.
In den nicht angeschlossenen Randbezirken dominieren weiterhin Gas-Zentralheizungen. Der Denkmalschutzanteil ist gering (alte Hofanlagen, Arbeitersiedlungen in Alt-Hürth/Gleuel) und spielt für den breiten Markt kaum eine Rolle.