Gebäudebestand & Energieeffizienz
Brühl vereint historische Pracht und Nachkriegs-Sanierungsstau: Neben dem UNESCO-Welterbe (Schlösser Augustusburg und Falkenlust) dominieren Wohngebäude der 1950er bis 1979er Jahre den Bestand. Einfamilienhäuser machen rund 60–65 % der Wohngebäude aus, Mehrfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau konzentrieren sich auf das Zentrum und Vochem.
Un- oder teilsanierte Gebäude vor 1978 fallen überwiegend in die Klassen F, G und H. Der Sanierungsstau ist spürbar — in den letzten 10 Jahren wurden oft nur kosmetische Sanierungen (Bäder, Böden) statt energetischer Tiefensanierungen durchgeführt. Die Stadt zählt über 400 gelistete Baudenkmäler, für die gemäß § 105 GEG Ausnahmen bei der Energieausweispflicht gelten.
Erdgas dominiert mit über 60 % des Bestandes, gefolgt von Heizöl in den Randlagen und älteren EFH. Die Stadtwerke Brühl betreiben lokale Nah-/Fernwärmenetze, einen flächendeckenden Anschlusszwang gibt es im Altbestand nicht. Wärmepumpen machen im Gesamtbestand noch einen einstelligen Prozentsatz aus. Neubauten auf dem ehemaligen Zuckerfabrik-Gelände (Brühl-Ost) erreichen KfW 55 oder besser.