Gebäudebestand & Energieeffizienz
Bergisch Gladbach ist stark suburban geprägt — Ein- und Zweifamilienhäuser machen ca. 65–70 % des Wohngebäudebestandes aus. Der Großteil stammt aus der Nachkriegszeit (1950er bis 1970er) sowie den 1980er Jahren, als der Kölner Speckgürtel stark wuchs. Diese Gebäude weisen aktuell den höchsten Sanierungsstau auf: alte Dächer, ungedämmte Fassaden, einfach verglaste Fenster.
Die typischen Energieeffizienzklassen in diesem Segment liegen bei E bis H. Gas ist der absolute Spitzenreiter, in den ländlicheren Randgebieten (Herkenrath, Romaney) gibt es noch einen signifikanten Anteil an Ölheizungen. Die Region ist bekannt für die „Bergischen Schieferhäuser" (Fachwerk mit Schieferfassade und grünen Schlagläden), die oft unter Denkmal- oder Ensembleschutz stehen — Außendämmung ist hier häufig nicht möglich.
Das wichtigste Entwicklungsprojekt ist das Zanders-Areal: 37 Hektar ehemalige Papierfabrik mitten in der Stadt, das zu einem klimaneutralen Stadtquartier wird. Im Bestand jedoch dominiert der Sanierungsstau bei Dächern und Heizungsanlagen — ein riesiger Markt für Bedarfsausweise.