Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) wird in Köln mit 50 Prozent der Beratungskosten gefördert, gedeckelt auf 650 Euro beim Einfamilienhaus. Wer danach saniert, bekommt zusätzlich 5 Prozentpunkte mehr Förderung auf die Maßnahmen. Den Energieausweis ersetzt er aber nicht: Der bleibt Pflicht und kostet bei mir ab 299 Euro Festpreis.
Der iSFP ist eines der am meisten missverstandenen Dokumente rund ums Haus. Viele halten ihn für Pflicht, das ist er nicht. Andere halten ihn für überflüssig, dabei kann er bei einer echten Sanierung tausende Euro bringen. Ich erkläre den iSFP hier neutral, denn erstellen tut ihn ein gelisteter Experte, nicht ich. Stand: Juli 2026.
Was ist ein iSFP überhaupt?
Der individuelle Sanierungsfahrplan ist ein freiwilliges Beratungsdokument, das ein Gebäude Schritt für Schritt zu mehr Effizienz führt. Er analysiert Hülle und Technik, legt eine sinnvolle Reihenfolge der Sanierungsschritte fest und ist 15 Jahre gültig. Er ist keine Pflicht, sondern eine Planung mit Förderbonus.
Man kann sich den iSFP als Landkarte für die Sanierung vorstellen. Er zeigt, wo das Haus heute steht und welche Schritte in welcher Reihenfolge Sinn ergeben.
Anders als der Energieausweis ist der iSFP nicht standardisiert und knapp, sondern ausführlich und individuell. Er rechnet einzelne Maßnahmen durch, von der Dämmung über die Fenster bis zur Heizung.
Das Ergebnis ist ein verständlicher Fahrplan mit klaren Etappen. Für einen Kölner Gründerzeitbau in der Südstadt sieht dieser Plan anders aus als für ein Reihenhaus in Chorweiler.
Wie hoch ist die Förderung, und wie läuft sie?
Die BAFA fördert den iSFP mit 50 Prozent der Beratungskosten, maximal 650 Euro beim Ein- und Zweifamilienhaus und 850 Euro ab drei Wohneinheiten. Der Antrag muss vor Beauftragung gestellt werden, und der Berater muss in der Energie-Effizienz-Expertenliste des Bundes stehen. Sonst gibt es keinen Zuschuss.
Die Förderung hat zwei Stufen. Erst die Beratung, dann die Umsetzung.
| Förderbaustein | Höhe | Wann |
|---|---|---|
| BAFA-Zuschuss zur Beratung (EFH/ZFH) | 50 %, max. 650 € | bei Erstellung des iSFP |
| BAFA-Zuschuss zur Beratung (ab 3 WE) | 50 %, max. 850 € | bei Erstellung des iSFP |
| iSFP-Bonus auf Einzelmaßnahmen | zusätzlich 5 Prozentpunkte | bei Umsetzung der Sanierung |
| Höherer Förderdeckel | 30.000 auf 60.000 € pro WE | bei Umsetzung der Sanierung |
Ein Rechenbeispiel: Kostet der iSFP fürs Einfamilienhaus 2.000 Euro, zahlt die BAFA 650 Euro, Ihr Eigenanteil liegt bei 1.350 Euro. Wer danach für 40.000 Euro saniert, holt über die 5 Prozentpunkte Bonus 2.000 Euro zusätzliche Förderung heraus. Der Fahrplan hat sich damit von selbst bezahlt.
Sie brauchen zuerst den Pflicht-Ausweis, nicht die Sanierungsplanung? Geben Sie Ihre Objektdaten in den Energieausweis-Rechner ein. Ich nenne Ihnen den Festpreis, bevor Sie beauftragen, und liefere digital in der Regel in 24 Stunden.
Wer erstellt den iSFP in Köln?
Einen iSFP erstellt ausschließlich ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte aus der Energie-Effizienz-Expertenliste des Bundes. Nur dieser gelistete Experte kann die BAFA-Förderung auslösen und den Antrag stellen. Ich bin darauf nicht spezialisiert, sondern DIBt-registrierter Aussteller für Energieausweise.
Hier ist Ehrlichkeit wichtig. Ich stelle Energieausweise aus, seit 2018, zum Festpreis. Einen iSFP erstelle ich nicht, und ich könnte auch den Zuschuss nicht auslösen.
Der iSFP verlangt eine dena-Listung, die ich als Experte für Energieausweise nicht führe. Das ist kein Nachteil, sondern Rollenteilung. Für den geförderten Fahrplan brauchen Sie den gelisteten Berater, für das Pflichtdokument reicht der registrierte Aussteller.
Wer einen gelisteten Experten in Köln sucht, findet ihn über die offizielle Expertenliste des Bundes. Worauf Sie bei Auswahl und Kosten achten, steht unter Energieberater Kosten Köln.
Was bringt der iSFP bei der Sanierung konkret?
Der iSFP bringt bares Geld und Planungssicherheit. Er erhöht die Förderung Ihrer Einzelmaßnahmen um 5 Prozentpunkte und verdoppelt den förderfähigen Betrag auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Zugleich verhindert die festgelegte Reihenfolge teure Fehlinvestitionen.
Der finanzielle Hebel ist der Bonus. Bei einer größeren Altbausanierung in Lindenthal oder Sülz summieren sich die 5 Prozentpunkte schnell auf einen vierstelligen Betrag.
Der zweite Nutzen ist die Reihenfolge. Wer erst dämmt und dann die Heizung passend auslegt, spart doppelt. Wer die Reihenfolge dreht, kauft oft eine zu große Heizung.
Der dritte Nutzen ist Ruhe. Statt jedes Jahr neu zu überlegen, gibt es einen Plan über 15 Jahre. Das hilft besonders bei den vielen Kölner Altbauten, die nicht in einem Rutsch saniert werden können. Warum sich die Sanierung eines Kölner Altbaus oft lohnt, zeige ich unter Energetische Sanierung Altbau Köln.
Wie verhält sich der iSFP zum Energieausweis?
Der iSFP und der Energieausweis sind zwei verschiedene Dokumente. Der Energieausweis ist Pflicht bei Verkauf und Vermietung und zeigt eine Momentaufnahme. Der iSFP ist freiwillig und plant die Zukunft. Der iSFP ersetzt den Energieausweis nie, auch nicht beim Verkauf.
Das ist der häufigste Irrtum, den ich in Köln höre. Ein Eigentümer hat einen iSFP und glaubt, damit sei die Ausweispflicht erledigt. Sie ist es nicht.
Beim Verkauf oder bei der Neuvermietung müssen Sie den Energieausweis vorlegen, sonst drohen Bußgelder bis 10.000 Euro nach dem GEG. Ein iSFP hilft hier nicht, weil er ein anderes Ziel hat.
| Merkmal | Energieausweis | iSFP |
|---|---|---|
| Pflicht? | ja, bei Verkauf/Vermietung | nein, freiwillig |
| Zweck | Momentaufnahme der Effizienz | Sanierungsplanung für die Zukunft |
| Kosten bei mir | ab 299 € Festpreis | erstellt ein gelisteter Experte |
| Gültigkeit | 10 Jahre | 15 Jahre |
Die klare Reihenfolge lautet: Wer verkauft oder vermietet, besorgt zuerst den Ausweis. Den iSFP prüft, wer sanieren will. Den Unterschied vertiefe ich unter Energieausweis oder iSFP in Köln.
Fazit: Der iSFP lohnt beim Sanieren, der Ausweis beim Verkaufen
Der iSFP ist eine kluge Investition, wenn Sie ernsthaft sanieren und Fördermittel abrufen wollen. Die BAFA zahlt die Hälfte der Beratung, der Bonus bei Umsetzung holt den Rest schnell wieder rein. Für Verkauf und Vermietung brauchen Sie aber den Energieausweis, nicht den iSFP.
Wer beides klar trennt, trifft die richtige Entscheidung. Der Ausweis ist Pflicht, günstig und schnell. Der iSFP ist freiwillig, gefördert und lohnt sich bei echter Sanierung.
Wenn bei Ihnen zuerst der Verkauf oder die Vermietung ansteht, geben Sie Ihre Daten in den Energieausweis-Rechner ein. Sie sehen sofort den Festpreis, bevor Sie beauftragen, den geförderten iSFP planen Sie danach in Ruhe.