Die Effizienzskala auf dem Energieausweis hat neun Klassen von A+ bis H. Sie ist keine Schulnote, sondern eine kWh-Skala aus Anlage 10 GEG: A+ steht für bis zu 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, H für über 250. Der farbige Pfeil zeigt, wo Ihr Kölner Gebäude auf dieser Leiter sitzt.
Fast jeder schaut zuerst auf den Buchstaben. Doch die Skala erzählt mehr, wenn man ihren Aufbau versteht: neun Bänder, drei Farbzonen, ein Pfeil. Dieser Beitrag erklärt die Skala selbst. Was ein guter Wert ist und was er kostet, steht ausführlich in Energieklasse beim Haus verstehen. Stand: Juli 2026.
Welche Klassen gibt es und wo liegen die Grenzen?
Neun Klassen von A+ bis H, verbindlich geregelt in Anlage 10 GEG. Jede Klasse ist ein kWh-Band: A+ bis 30, A bis 50, B bis 75, C bis 100, D bis 130, E bis 160, F bis 200, G bis 250 und H darüber. Maßgeblich ist die Endenergie pro Quadratmeter und Jahr.
Die Grenzen sind bundesweit gleich, in Köln wie im Bergischen. Sie stehen im Gesetz, nicht im Ermessen des Ausstellers.
| Klasse | Endenergie [kWh/m²·a] | Farbzone | Typischer Gebäudezustand |
|---|---|---|---|
| A+ | bis 30 | Dunkelgrün | Passivhaus, Neubau Spitzenklasse |
| A | bis 50 | Grün | sehr effizienter Neubau |
| B | bis 75 | Hellgrün | guter Neubau, Top-Sanierung |
| C | bis 100 | Gelbgrün | gut saniert |
| D | bis 130 | Gelb | teilsaniert, Bau der 90er |
| E | bis 160 | Gelborange | Standard 70er und 80er |
| F | bis 200 | Orange | älterer Bestand |
| G | bis 250 | Hellrot | unsaniert, oft vor 1977 |
| H | über 250 | Dunkelrot | unsanierter Altbau |
Wichtig für Köln: Viele Gründerzeithäuser in der Südstadt oder in Nippes landen unsaniert bei G oder H, während ein sanierter Altbau durchaus bei C stehen kann. Der genaue Kennwert entscheidet über das Band.
Wie lese ich den Pfeil und die Farben richtig?
Die Skala läuft von oben nach unten, von Dunkelgrün bei A+ zu Dunkelrot bei H. Der Pfeil markiert den Kennwert Ihres Gebäudes und zeigt exakt, in welchem Band es liegt. Die Farbe ist ein Ampelsystem: Grün heißt wenig, Rot heißt viel Energiebedarf.
Der Pfeil ist der eigentliche Blickfang. Er sitzt an der Stelle, die Ihrem Zahlenwert entspricht, nicht nur beim Buchstaben.
Drei Farbzonen fassen die neun Klassen zusammen. Grün umfasst A+ bis B, also sehr sparsame Gebäude. Gelb reicht von C bis E und steht für mittleren Bedarf. Rot von F bis H signalisiert hohe Wärmeverluste über Dach, Wände und Fenster.
Ein kleiner, aber häufiger Irrtum: Der Buchstabe allein sagt nicht alles. Ein Wert von 101 rutscht knapp in Klasse D, ein Wert von 99 bleibt gerade in C. Zwei fast gleiche Häuser können so unterschiedliche Buchstaben tragen.
Endenergie oder Primärenergie, was zählt für die Klasse?
Für die Effizienzklasse zählt die Endenergie, also die Menge Gas, Öl, Strom oder Fernwärme, die tatsächlich am Zähler ankommt und bezahlt wird. Der Ausweis nennt zusätzlich den Primärenergiebedarf, der die Umweltlast des Energieträgers bewertet. Die farbige Skala richtet sich nach der Endenergie.
Das ist mehr als eine Feinheit. Zwei Werte stehen auf dem Ausweis, und nur einer bestimmt die Klasse.
Die Endenergie beschreibt Ihren Verbrauch an der Hausgrenze. Die Primärenergie rechnet zusätzlich ein, wie aufwendig der Energieträger erzeugt und transportiert wurde.
Für Köln ist das relevant bei der Fernwärme der RheinEnergie. Ein an das Fernwärmenetz angeschlossenes Haus in Deutz kann eine gute Klasse zeigen, weil der Primärenergiefaktor der Fernwärme oft niedrig ist, während der reine Endenergiewert moderat bleibt.
Sie wollen wissen, welche Klasse Ihr Gebäude trägt? Geben Sie Baujahr, Fläche und Heizung in den Energieausweis bestellen Rechner ein. Ich ordne Ihr Objekt ein und nenne den Festpreis, bevor Sie beauftragen.
Warum bekommen Nichtwohngebäude bald A bis G?
Weil das Gebäudemodernisierungsgesetz für Nichtwohngebäude eine eigene Skala einführt: A bis G statt A+ bis H. Es wurde am 10. Juli 2026 beschlossen und gilt voraussichtlich ab Anfang 2027. Wohngebäude bleiben ausdrücklich bei A+ bis H. Die beiden Gebäudearten dürfen nicht verwechselt werden.
Das ist der Punkt, an dem im Netz die meiste Verwirrung entsteht. Immer wieder liest man, ganz Deutschland bekomme jetzt A bis G. Das stimmt so nicht.
Die neue siebenstufige Skala gilt nur für Nichtwohngebäude, also Büros, Läden, Praxen und Gewerbe. Bei ihnen steht Klasse A künftig für ein Nullemissionsgebäude, und Klasse G markiert die schlechtesten Objekte des Bestands.
Für Ihr Wohnhaus in Sülz oder Ehrenfeld ändert sich an der Skala nichts. Es bleibt bei den neun Klassen A+ bis H. Den vollständigen Zeitplan und die weiteren Neuerungen erklärt GModG beschlossen: Was folgt für Energieausweise.
Was heißt meine Klasse für Verkauf und Vermietung?
Die Klasse ist eine Pflichtangabe. Sie muss seit Langem in jedem Immobilieninserat stehen und wird bei Besichtigung sowie Übergabe vorgelegt. Der Buchstabe bewegt zunehmend den Preis, weil Käufer und Banken ihn als Signal für künftige Heizkosten lesen. Fehlt die Angabe, drohen Bußgelder.
Für den Verkauf zählt die Klasse doppelt. Sie ist rechtlich vorgeschrieben und sie ist ein Verhandlungsargument.
Ein Haus in Klasse C verkauft sich in Köln leichter als ein baugleiches in Klasse G, weil der Interessent die Betriebskosten mitdenkt. Der Buchstabe ist damit kein Etikett, sondern ein Werttreiber.
Wichtig bleibt: Die Klasse verpflichtet zu nichts. Niemand muss sanieren, nur weil sein Gebäude bei F oder G steht. Was der Buchstabe konkret an Heizkosten und Marktwert bedeutet, rechnet Energieklasse beim Haus verstehen im Detail vor.
Fazit: Erst die Skala verstehen, dann den Buchstaben deuten
Die Effizienzskala A+ bis H ist eine kWh-Leiter mit neun Bändern und drei Farbzonen. Der Pfeil zeigt den echten Kennwert, die Farbe übersetzt ihn in eine Ampel. Wer die Skala liest, statt nur auf den Buchstaben zu starren, führt bessere Gespräche mit Käufern, Mietern und Banken.
Merken Sie sich drei Dinge: Wohngebäude bleiben bei A+ bis H, die Klasse richtet sich nach der Endenergie, und der Pfeil zählt mehr als der bloße Buchstabe.
Wollen Sie wissen, wo Ihr Kölner Objekt auf der Skala landet, schicken Sie mir die Eckdaten über den Energieausweis bestellen Rechner. Ich ordne das Gebäude ein, DIBt-registriert und digital in der Regel in 24 Stunden.