Wohngebäude

Energieausweis für altes Haus in Köln: Die 1977er-Regel

Energieausweis für altes Haus in Köln: Die 1977er-Regel
Stephan Grosser, Energieausweis-Experte Köln
Stephan Grosser Immobilienexperte für Energieausweise seit 2018

Ein Energieausweis für ein altes Haus in Köln mit Bauantrag vor dem 1. November 1977 und höchstens vier Wohnungen muss bis zum 31. Dezember 2026 ein Bedarfsausweis sein, außer das Haus erreicht das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977. So regelt es § 80 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz). Ab 1. Januar 2027 fällt diese Pflicht weg.

Alte Häuser haben ein Gedächtnis.

Man sieht es an den Fenstern, an der Heizung, am Dachboden, manchmal an einer Kellerdecke, die noch nie jemand ernst genommen hat.

In Köln kommt dazu: Altbau ist nicht gleich Altbau. Gründerzeit in der Südstadt ist etwas anderes als ein Siedlungshaus in Bickendorf oder ein Wiederaufbau-Reihenhaus in Braunsfeld.

Beim Energieausweis zählt für diese Häuser aber zuerst ein Datum: der 1. November 1977.

Ich bin Stephan Grosser, Gründer & Geschäftsführer und Immobilienexperte seit über 18 Jahren. Seit 2018 erstellen wir Energieausweise für Kölner Wohnhäuser, jeden mit DIBt-Registriernummer. Bei alten Häusern beginnen viele meiner Gespräche mit derselben Frage: Welches Datum steht auf Ihrem Bauantrag?

Wer die Antwort kennt, bestellt den richtigen Ausweis. Wer sie nicht kennt, bestellt im Zweifel ein Dokument, das beim Notar nichts taugt.

Was Sie in diesem Ratgeber erfahren:

  • warum ausgerechnet der 1. November 1977 die Grenze zieht
  • wann der Bedarfsausweis bis Ende 2026 Pflicht ist und wann nicht
  • wie Sie das Wärmeschutzniveau von 1977 belegen
  • was sich am 1. Januar 2027 ändert
  • welche Kölner Häuser typisch betroffen sind
  • was der Ausweis kostet und welche Fehler Sie vermeiden sollten

Warum ist der 1. November 1977 so entscheidend?

Am 1. November 1977 trat die erste Wärmeschutzverordnung (WSchV 1977) in Kraft. Sie stellte erstmals Anforderungen an den Wärmeschutz, die Energie sparen sollten. Deshalb knüpft § 80 GModG in der bis 31. Dezember 2026 geltenden Fassung die Bedarfsausweis-Pflicht an dieses Datum: Kleine ältere Wohnhäuser unter diesem Niveau werden berechnet, nicht nur nach Verbrauch bewertet.

1977 ist keine willkürliche Jahreszahl.

Sie markiert die Linie, ab der Deutschland beim Bauen ernsthaft auf den Energieverbrauch schaute. Ein Haus davor kann glänzend erhalten sein und trotzdem energetisch aus einer anderen Welt stammen.

Nicht jedes Haus davor ist schlecht. Manche erreichten das Niveau von 1977 schon bei Fertigstellung, und das Gesetz nimmt genau diese Häuser ausdrücklich aus.

Warum also die Sonderregel?

Weil der Gesetzgeber den bloßen Verbrauchsdaten solcher Häuser nicht traut. Verbrauch hängt am Nutzer. Wer sparsam heizt, wenig zu Hause ist oder Räume leer stehen lässt, erzeugt schöne Zahlen, die über das Gebäude nichts aussagen.

Der Bedarfsausweis rechnet dagegen die Bauteile durch. Wand, Dach, Fenster, Keller, Heizung. Er ist nüchterner, und genau das will das Gesetz hier.

Wann ist der Bedarfsausweis für ein altes Haus Pflicht?

Bis zum 31. Dezember 2026 greift die Pflicht nur, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Bauantrag vor dem 1. November 1977, höchstens vier Wohnungen und das Haus erreicht das WSchV-1977-Niveau weder seit Fertigstellung noch durch spätere Sanierung. Fehlt eine Bedingung, ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig, sofern ausreichende Verbrauchsdaten vorliegen.

Diese drei Bedingungen muss man einzeln verstehen. Erst ihr Zusammentreffen löst die Pflicht aus.

Bedingung 1: Bauantrag vor dem 1. November 1977. Es zählt der Bauantrag, nicht der Einzug und nicht das Datum im Grundbuch. Ein Siedlungshaus in Zollstock, 1973 beantragt und 1975 bezogen, fällt unter die Regel. Ein Haus mit Bauantrag im Dezember 1977 nicht mehr, auch wenn es baugleich daneben steht.

Bedingung 2: Höchstens vier Wohnungen. Das Gesetz sagt „weniger als fünf“. Gemeint sind das klassische Einfamilienhaus, das Doppelhaus, das Reihenhaus und das kleine Mehrfamilienhaus mit drei oder vier Parteien. Ein Zinshaus in Ehrenfeld mit acht Wohnungen fällt heraus. Dort ist ein Verbrauchsausweis auch beim Baujahr 1905 zulässig, wenn die Verbrauchsdaten vollständig sind.

Bedingung 3: Das Haus erreicht das WSchV-1977-Niveau nicht. Es gibt zwei Wege heraus: Das Haus erfüllte das Anforderungsniveau schon bei Fertigstellung, oder es wurde später durch Modernisierung mindestens auf dieses Niveau gebracht. In beiden Fällen entfällt die Pflicht.

Und noch ein Punkt, den viele übersehen.

Auch wer frei wählen darf, bekommt einen Verbrauchsausweis nur mit belastbaren Daten. Heute verlangt § 82 GModG Abrechnungen über 36 zusammenhängende Monate, deren Ende höchstens 18 Monate zurückliegt, mit Witterungsbereinigung und Korrektur für Leerstand. Fehlen die Abrechnungen, etwa nach einem Erbfall, gibt es keinen Verbrauchsausweis.

Wie steht ein unsaniertes Haus dieser Kategorie da?

In meiner Arbeit landen unsanierte Vorkriegs- und Nachkriegshäuser häufig in den Klassen G oder H. Das bedeutet einen berechneten Endenergiebedarf von über 200 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr, so die Klassengrenzen der Anlage 10 GModG. Das ist keine Panik-Aussage, sondern die typische Einordnung für Häuser ohne Modernisierung.

Eine schlechte Klasse verpflichtet Sie als Eigentümer eines Wohnhauses nicht zur Sanierung. Davon zu trennen sind die baulichen Nachrüstpflichten des GModG, die unabhängig vom Ausweis gelten und etwa nach einem Eigentümerwechsel greifen können.

Wer die Ausweiswahl grundsätzlich abwägt, findet die Argumente im Vergleich Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis fürs Einfamilienhaus.

Wie belege ich das Wärmeschutzniveau von 1977?

Entscheidend ist, ob das Gebäude als Ganzes das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung 1977 erreicht, entweder schon bei Fertigstellung oder durch spätere Modernisierung. Belegen lässt sich das mit Bauakte, Plänen und Handwerkerrechnungen. Ohne belastbare Nachweise bleibt es beim Bedarfsausweis, weil niemand den Zustand einfach unterstellen darf.

Es gibt zwei Wege zum Nachweis.

Der erste führt über die Bauzeit. Wurde ein Haus kurz vor dem Stichtag beantragt, aber schon mit Dämmung und gutem Wärmeschutz geplant, zeigen Baugenehmigung, Baubeschreibung und Pläne aus der Bauakte, was verbaut wurde.

Der zweite führt über die Jahrzehnte danach. In der Praxis zählen dabei diese Unterlagen:

  • Handwerkerrechnungen mit Jahr, Bauteil und möglichst U-Wert oder Dämmstärke
  • Nachweise zum Fenstertausch mit Verglasungsart und U-Wert
  • Belege zur Dach- oder Geschossdeckendämmung mit Materialstärke
  • Belege zur Fassaden- oder Kellerdeckendämmung
  • Nachweis zur Heizungserneuerung, etwa Brennwertkessel, Fernwärme-Anschluss oder Wärmepumpe
  • ältere Energieausweise oder Sanierungsgutachten, falls vorhanden

Wichtig: Eine Liste von Einzelmaßnahmen ist kein Automatismus. Es kommt darauf an, ob das Haus insgesamt das Niveau erreicht. Ein neues Fenster allein macht aus einem ungedämmten Haus kein 1977er-Haus.

Und eine mündliche Erinnerung reicht nicht.

„Das Dach wurde mal gemacht“ ist kein Nachweis. War es eine neue Ziegeldeckung ohne Dämmung? Oder eine Zwischensparrendämmung mit definierter Stärke? Für die Regel ist das der Unterschied zwischen Pflicht und Wahlfreiheit.

Wenn Belege fehlen, ist das bei Kölner Altbauten normal. Dann arbeite ich mit Ihren Fotos und Ihren Angaben am Telefon und dokumentiere sauber, was belegt und was angenommen ist.

Bei mir bekommen Sie für ein Wohnhaus ohnehin einen Bedarfsausweis. Die Belege sind trotzdem bares Geld wert: Jede belegte Dämmung senkt den berechneten Bedarf. Das ist Best-Case-Optimierung. Der Ausweis zeigt Ihr Haus so, wie es heute ist, nicht wie es 1965 war.

Unsicher, ob Ihr Haus unter die 1977er-Pflicht fällt? Jetzt Festpreis für den Energieausweis Ihres alten Hauses berechnen oder anrufen unter 0152 060 777 67, gern auch per WhatsApp mit Fotos Ihrer Rechnungen. Ich sage Ihnen, welcher Ausweis für Ihr Gebäude vorgeschrieben ist und welche Belege noch fehlen. DIBt-registriert seit 2018, Festpreis, Ausweis 24 Stunden nach vollständigen Angaben in Ihrer Inbox.

Fällt die 1977er-Regel 2027 weg, und was ändert das GModG?

Ja. Am 1. Januar 2027 tritt das neue Energieausweisrecht in Kraft. Die 1977er-Regel steht im neuen § 80 GModG nicht mehr, Bestandswohngebäude dürfen dann einen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis erhalten. Bis zum 31. Dezember 2026 gilt die Pflicht unverändert. Eine Übergangsfrist für die Ausweisregeln gibt es nicht.

Die Zeitachse ist klar.

Bundestag und Bundesrat haben die Novelle am 10. Juli 2026 beschlossen. Verkündet wurde sie am 28. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226. Seit dem 29. Juli 2026 heißt das Gesetz Gebäudemodernisierungsgesetz. Der Energieausweis-Teil, Artikel 2 der Novelle, gilt ab dem 1. Januar 2027. Den Hintergrund fasst mein Beitrag GModG beschlossen: was sich beim Energieausweis ändert zusammen.

ThemaBis 31.12.2026Ab 01.01.2027
Altes Haus, Bauantrag vor 1.11.1977, bis 4 WohnungenBedarfsausweis Pflicht, außer WSchV-1977-Niveau erreichtBedarfs- oder Verbrauchsausweis wählbar
Verbrauchsausweis36 zusammenhängende Monate, Ende höchstens 18 Monate zurücknur für Gebäude, die ausschließlich Wohnzwecken dienen; Verbrauch jährlich über zwei Jahre
Baudenkmalvom Ausweis ausgenommenAusweis bei Verkauf, Vermietung, Vertragsverlängerung
Effizienzklassen WohnhausA+ bis HA+ bis H, unverändert
Formbisheriges amtliches Musterdigital und maschinenlesbar, Papier nur auf Verlangen
Gültigkeit10 Jahre10 Jahre; 2026 ausgestellte Ausweise bleiben gültig

Das klingt nach Warten. Ist es aber nicht für jeden.

Wer erst 2027 oder später verkauft, vermietet oder verpachtet, kann dann frei entscheiden. Für ein sparsam bewohntes altes Haus mit vollständigen Abrechnungen wird der Verbrauchsausweis dann eine legale Option, wo heute die Pflicht zum Bedarf greift.

Wer aber jetzt verkaufen muss, sollte nicht auf 2027 warten. Ein geplatzter oder verschobener Notartermin kostet mehr als jeder Ausweis. Und wer einen Käufer hat, verschiebt nicht ein Vierteljahr wegen einer Regeländerung. Für diese Eigentümer gilt heute § 80 GModG in der bis 31. Dezember 2026 geltenden Fassung, Punkt.

Und ehrlich: Der Bedarfsausweis ist im Verkauf oft die stärkere Wahl, unabhängig von der Pflicht. Er zeigt dem Käufer die Bausubstanz und, was noch wichtiger ist, das Verbesserungspotenzial. Wer verhandelt, ist mit einem berechneten Ausweis meist besser aufgestellt als mit einem Verbrauchswert, der von den Vorbewohnern abhängt.

Bereits ausgestellte Energieausweise bleiben ihre vollen zehn Jahre gültig. Ein 2024 oder 2026 erstellter Ausweis muss 2027 nicht ersetzt werden.

Welche Kölner Häuser sind typisch betroffen?

Betroffen sind vor allem kleine Wohnhäuser aus der Vorkriegs- und Wiederaufbauzeit: freistehende Siedlungshäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser in den links- und rechtsrheinischen Veedeln und im Umland. Gründerzeit-Zinshäuser mit fünf oder mehr Wohnungen fallen dagegen meist heraus.

Das klassische Muster: ein Siedlungshaus der 1920er bis 1960er Jahre in Zollstock, Bickendorf, Mauenheim, Höhenberg oder Braunsfeld. Ein bis zwei Wohnungen, Bauantrag lange vor 1977, über die Jahrzehnte in kleinen Schritten modernisiert.

Genau diese Häuser stehen im Fokus der Regel.

Im Umland derselbe Fall, anders eingefärbt: Einfamilienhäuser in Frechen, Pulheim, Hürth, Bergisch Gladbach oder Rösrath, oft mit uneinheitlicher Sanierungshistorie und lückenhaften Unterlagen. Auch hier zählt jede belegte Maßnahme.

Ein Doppelhaus ist ein häufiger Stolperstein. Jede Haushälfte gilt als eigenes Gebäude. Zwei Haushälften mit je einer Wohnung sind zwei kleine Wohngebäude, nicht ein Vierparteienhaus. Die Grenze von vier Wohnungen wird pro Gebäude geprüft.

Und dann gibt es die alten Häuser unter Denkmalschutz. Bis Ende 2026 sind Baudenkmäler vom Energieausweis ausgenommen. Ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr. Ob Ihr Haus in der Kölner Denkmalliste steht, klären Sie bei der Stadt Köln. Was das für den Ausweis bedeutet, erkläre ich unter Energieausweis bei Denkmalschutz in Köln.

Was kostet der Bedarfsausweis für ein altes Haus in Köln?

Für ein altes Einfamilienhaus kostet der Bedarfsausweis bei energiepass® KÖLN 299 Euro Festpreis, für ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus 399 Euro. Einen Aufpreis für die Berechnung gibt es nicht. Best-Case-Optimierung, DIBt-Registriernummer und Lieferung 24 Stunden nach vollständigen Angaben sind inklusive.

GebäudePreisHinweis
Altes Einfamilienhaus299 EuroBedarfsausweis, Festpreis
Altes Zwei- oder Mehrfamilienhaus399 EuroBedarfsausweis, Festpreis
Wohn- und Geschäftshausnach EinordnungMischgebäude prüfen
Gewerblicher Altbau899 EuroNichtwohngebäude-Logik

Am Markt reicht die Spanne für Bedarfsausweise beim Einfamilienhaus von Fernausstellungen ab etwa 100 Euro bis zu 300 bis 500 Euro. Verbrauchsausweise gibt es online für 40 bis 100 Euro, nur hilft der billigste Ausweis nichts, wenn er für Ihr Haus nicht zulässig ist.

Bei mir ist der Preis fest, und er enthält die Arbeit, die bei alten Häusern den Unterschied macht. Die Best-Case-Optimierung bedeutet: Jede belegte Modernisierung fließt sauber ein, damit der Ausweis den realistischen Zustand zeigt und nicht den Worst Case eines unsanierten Rohbaus.

Was steht auf dem Spiel, wenn Sie die Regel ignorieren?

Ein Verbrauchsausweis, wo der Bedarfsausweis vorgeschrieben ist, erfüllt die Pflicht nicht. Fehlt beim Verkauf oder bei der Vermietung ein gültiger Ausweis oder ist er falsch, droht nach § 108 GModG ein Bußgeld bis 10.000 Euro. Wer den Ausweis Kaufinteressenten nicht rechtzeitig vorlegt oder ihn nach Vertragsschluss nicht übergibt, riskiert bis 5.000 Euro. Alle Kostendetails finden Sie auf Energieausweis Kosten Köln.

Was rate ich Eigentümern alter Häuser aus meiner Praxis?

Aus meiner Erfahrung mit hunderten Ausweisen entscheiden drei Dinge über ein gutes Ergebnis: das richtige Datum aus der Bauakte, Fotos statt Erinnerungen und die alten Rechnungen aus dem Steuerordner. Alle drei kosten wenig Zeit und ersparen Ihnen später Diskussionen mit Käufer, Makler oder Notar.

Tipp 1: Holen Sie das Datum aus der Bauakte. Das Baujahr im Exposé ist oft das Jahr der Fertigstellung. Das Gesetz fragt nach dem Bauantrag. Liegt die Baugenehmigung nicht im eigenen Ordner, hilft die Bauaktenstelle der Stadt Köln, bei der Eigentümer Einsicht in ihre Bauakte beantragen können. Gerade bei Häusern aus den Jahren 1976 bis 1979 entscheidet dieses eine Datum.

Tipp 2: Fotografieren Sie, statt sich zu erinnern. Das Typenschild der Heizung. Den Dachboden mit der Dämmung zwischen den Balken. Die Kellerdecke. Und die Fenster: Bei vielen Isolierglasscheiben steht das Herstellungsjahr im Abstandhalter zwischen den Scheiben. Ein scharfes Foto davon ersetzt eine fehlende Rechnung oft besser als jede Schätzung.

Tipp 3: Schauen Sie in alte Steuerunterlagen. Wer Handwerkerleistungen in der Steuererklärung angegeben hat, hat die Rechnungen meist noch irgendwo abgeheftet. Dort stehen Jahr, Bauteil und oft das Material. Für die Best-Case-Optimierung ist das Gold.

Und wenn Sie nicht wissen, ob die Fassade gedämmt ist: Ich biete eine kostenlose Sichtprüfung von außen an. Sie müssen dafür nicht zu Hause sein.

Welche Fehler kosten Eigentümer alter Häuser am meisten?

Vier Fehler sehe ich bei alten Kölner Häusern immer wieder: Baujahr und Bauantrag verwechselt, billigen Verbrauchsausweis trotz Pflicht bestellt, Doppelhaushälften falsch gezählt und mit einem Käufer in der Hand auf 2027 gewartet. Jeder davon kostet Zeit, Geld oder Verhandlungsspielraum.

Fehler 1: Das Exposé-Baujahr gilt als Stichtag. Ein Haus „Baujahr 1978“ kann einen Bauantrag aus dem Frühjahr 1977 haben. Dann greift die Regel trotzdem.

Fehler 2: Der billige Verbrauchsausweis aus dem Internet. Schnell bestellt, schnell geliefert, und beim Käufer oder Notar fällt auf, dass er für dieses Haus nicht zulässig war. Dann zahlen Sie zweimal. Mehr dazu in meiner Warnung vor Billig-Energieausweisen aus dem Internet.

Fehler 3: Das Doppelhaus als ein Gebäude gezählt. Wer zwei Hälften zusammenrechnet, landet schnell bei falschen Wohnungszahlen und damit bei der falschen Ausweisart.

Fehler 4: Auf 2027 warten, obwohl der Käufer schon da ist. Die Wahlfreiheit kommt am 1. Januar 2027. Ihr Käufer wartet vielleicht nicht so lange. Ein Ausweis, der heute ausgestellt wird, bleibt zehn Jahre gültig.

Welche Fragen stellen Eigentümer alter Häuser am häufigsten?

Braucht ein altes Haus vor 1977 immer einen Bedarfsausweis?

Nein. Bis zum 31. Dezember 2026 ist der Bedarfsausweis nach § 80 GModG nur Pflicht, wenn alles zusammenkommt: Bauantrag vor dem 1. November 1977, höchstens vier Wohnungen und das Haus erreicht das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977 weder seit Fertigstellung noch durch spätere Sanierung. Fehlt eine Bedingung, ist auch ein Verbrauchsausweis zulässig, sofern vollständige Verbrauchsdaten vorliegen.

Wie weise ich nach, dass mein Haus das WSchV-1977-Niveau erreicht?

Mit Unterlagen zum Gebäude: Baugenehmigung und Pläne aus der Bauakte, wenn das Haus das Niveau schon bei Fertigstellung erreichte, sonst Handwerkerrechnungen mit Jahr, Bauteil, Dämmstärke oder U-Wert für Dach, oberste Geschossdecke, Fassade, Fenster und Heizung. Entscheidend ist das Niveau des ganzen Gebäudes. Ohne belastbare Nachweise bleibt es beim Bedarfsausweis.

Fällt die 1977er-Regel weg?

Ja, zum 1. Januar 2027. Dann gilt das neue Energieausweisrecht aus der Novelle vom 23. Juli 2026, und Bestandswohngebäude dürfen einen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis erhalten. Wer vorher verkauft oder vermietet, unterliegt noch der heutigen Pflicht. Ein 2026 ausgestellter Ausweis bleibt zehn Jahre gültig und muss nicht ersetzt werden.

Was kostet der Energieausweis für ein altes Haus in Köln?

Für ein altes Einfamilienhaus kostet der Bedarfsausweis bei energiepass® KÖLN 299 Euro Festpreis, für ein Zwei- oder Mehrfamilienhaus 399 Euro. Für Wohngebäude stelle ich ausschließlich Bedarfsausweise aus. Best-Case-Optimierung und DIBt-Registriernummer sind inklusive. Der Ausweis liegt 24 Stunden nach vollständigen Angaben in Ihrer Inbox, die Daten geben Sie telefonisch oder per Foto.

Braucht ein denkmalgeschütztes altes Haus in Köln einen Energieausweis?

Bis zum 31. Dezember 2026 sind Baudenkmäler nach § 79 Abs. 4 GModG vom Energieausweis ausgenommen. Ab dem 1. Januar 2027 entfällt diese Ausnahme. Dann braucht auch ein denkmalgeschütztes Wohnhaus bei Verkauf, Vermietung oder Verlängerung eines Vertrags einen Energieausweis. Die Ausweisart dürfen Sie als Eigentümer eines Wohngebäudes dann frei wählen.

Wo finden Sie Gesetzestext und passende Vertiefungen?

Den Gesetzestext lesen Sie auf gesetze-im-internet.de, die Kölner Vertiefungen auf den folgenden Seiten. Die 1977er-Regel steht selten allein: Verkauf, Ausweisart und Kosten hängen zusammen. Wählen Sie die Seite, die zu Ihrer Lage passt.

Fazit: Was sollten Sie jetzt tun?

Prüfen Sie das Datum auf dem Bauantrag, bevor Sie irgendeinen Ausweis bestellen. Bis zum 31. Dezember 2026 entscheidet es bei kleinen alten Häusern über die Ausweisart, ab 2027 nicht mehr. Wer seine Modernisierungen belegt, bekommt einen Bedarfsausweis, der das Haus so zeigt, wie es heute ist.

Ein altes Haus ist kein Problemfall. Es ist ein Sonderfall.

Wer die Regel kennt, spart sich einen unbrauchbaren Ausweis, einen wackligen Notartermin und schwache Verhandlungen. Stellen Sie sich vor: Morgen liegt der Ausweis in Ihrer Inbox, der Käufer sieht ein ehrliches Bild, und Sie reden über den Preis statt über Formalien.

Suchen Sie heute Abend die Baugenehmigung und drei Fotos heraus. Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Jetzt Festpreis für den Energieausweis Ihres alten Hauses in Köln berechnen: mit Prüfung der 1977er-Regel, Best-Case-Optimierung und Lieferung 24 Stunden nach vollständigen Angaben. Lieber reden? 0152 060 777 67, auch per WhatsApp.

Stephan Grosser, Energieausweis-Experte Köln
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